Pressemitteilungen, Wirtschaft

Freie Demokraten wollen Erwerb von Wohneigentum erleichtern

  • Konditionen und Bedingungen der WI-Bank sind nicht mehr attraktiv
  • Programme müssen auf Höhe der Zeit gebracht werden
  • Hessens Wohneigentumsquote ist schwach

Die Freien Demokraten im Hessischen Landtag wollen den Erwerb von Wohneigentum erleichtern und setzen sich daher für eine Verbesserung der Darlehensprogramme und Förderbedingungen der Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WI-Bank), der Förderbank des Landes Hessen, ein. „Wohneigentum schützt am besten vor explodierenden Mieten und ist die beste Altersvorsorge. Doch leider können sich immer weniger Hessinnen und Hessen diesen Traum erfüllen“, erklärt Dr. Stefan NAAS, wohnungsbaupolitischer Sprecher der Fraktion, und verweist auf steigende Immobilienpreise, Inflation sowie steigende Baupreise durch staatliche Restriktionen. „Dazu kommt, dass die Zinsen für Baudarlehen in wenigen Wochen rasant gestiegen sind. Im Durchschnitt liegen die Zinsen bei 2,8 Prozent für zehnjährige Darlehen, das ist drei Mal so viel wie vor einigen Wochen. Allein dieser Zinsanstieg der vergangenen Wochen führt dazu, dass sich viele Menschen eine Baufinanzierung nicht mehr leisten können.“

Die Darlehensprogramme der WI-Bank seien jedoch in den vergangenen Jahren kaum abgerufen worden. „Im Jahr 2020 wurden 104 Wohneinheiten im Neubau-Programm gefördert, im vergangenen Jahr 79. Das ist viel zu wenig, wenn die Verantwortlichen ernsthaft daran arbeiten wollen, Wohneigentum zu fördern und die schwache Wohneigentumsquote von 47,5 Prozent zu steigern, die Hessen derzeit nur Platz acht im Ranking der Bundesländer beschert“, erklärt Naas. Weder die Zinsen noch die Förderbedingungen der WI-Bank seien zuletzt attraktiv gewesen. In Anlehnung an einen alten Werbeslogan gelte daher für die Kauf- oder Bauwilligen: Auf diese Steine können sie nicht bauen. „Der zuständige Minister Tarek Al-Wazir muss auf die WI-Bank zugehen, damit die Programme auf die Höhe der Zeit gebracht werden“, fordert Naas. Konkret bedeute das: kürzere Bearbeitungszeiten, Digitalisierung der Programme, höhere Einkommensgrenzen sowie höhere maximale Darlehenssummen. „Die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer sprudeln. Geben Sie den Menschen in Hessen etwas davon zurück, damit sich mehr Menschen Wohneigentum schaffen können“, fordert Naas.

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