„Der Kreis hat seine Hausaufgaben erledigt und steht parat“, stellt Dr. Stefan Naas, FDP-Abgeordneter für den Hochtaunuskreis im Hessischen Landtag, fest. Er hat sich jetzt bei einem Besuch im Impfzentrum in Ober-Eschbach beim zuständigen Ersten Kreisbeigeordneten Thorsten Schorr informiert und sich davon überzeugt, dass der Kreis impfbereit ist. „Falsch ist aus meiner Sicht aber die Entscheidung der Landesregierung, zunächst nur sechs Großzentren in Betrieb zu nehmen. Das heißt, dass Bürgerinnen und Bürger aus dem Hochtaunus, die sich gegen das Corona-Virus impfen lassen wollen, nun nach Frankfurt fahren müssen. Das ist umso unverständlicher, als dass zunächst Senioren über 80 Jahre an der Reihe sind, sich in den Zentren impfen zu lassen. Je weiter sie fahren müssen, umso beschwerlicher ist das für einige von ihnen – und die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, sinkt möglicherweise. Genau das ist aber der falsche Weg, wenn wir im Kampf gegen die Pandemie eine hohe Impfquote erreichen wollen.“

Naas fordert, dass das Impfzentrum des Kreises schon jetzt in Betrieb genommen wird. „Hier wurde viel Geld investiert und unter Hochdruck etwas auf die Beine gestellt, sowohl logistisch als auch personell. Eine Inbetriebnahme würde einerseits den zu Impfenden eine kürzere Anreise ermöglichen und andererseits helfen, den Ablauf zu überprüfen und gegebenenfalls zu optimieren. Denn klar ist: Wenn endlich genügend Impfstoff zur Verfügung steht und im Zentrum quasi im Akkord geimpft werden muss, sollten mögliche Schwachstellen ausgemerzt sein“, erklärt Naas. Er will sich auf Landesebene dafür einsetzen, dass es die Impfzentren in den Kreisen ebenfalls zügig in Betrieb gehen.

Bereits im Einsatz sind vom Impfzentrum aus die mobilen Teams. „Es ist wichtig, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der Alten- und Pflegeheime zuerst geimpft werden und die jetzt in Hessen eingetroffene Impfstoff-Lieferung prioritär ihnen zugutekommt. Dass mehr als 3000 Menschen in Alten- und Pflegeheimen infiziert sind und 86 Prozent der im Dezember verstorbenen Corona-Patienten aus Altenheimen kamen, zeigt, wie wichtig ein schneller Schutz dieser Gruppe ist“, sagt Naas.

 

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