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Trümmer der Salzbachtalbrücke müssen schnellstmöglich beseitigt werden

WIESBADEN – „Ein weiteres Mal müssen Pendler im Rhein-Main-Gebiet die Versäumnisse und Fehler, die bei der Sanierung der Salzbachtalbrücke gemacht wurden, ausbaden“, ärgert sich Dr. Stefan NAAS, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag. Bereits zum zweiten Mal seit 2019 sind Schäden an der Salzbachtalbrücke festgestellt worden, in dessen Folge die Brücke am vergangenen Freitag für den Auto- und Schienenverkehr erneut gesperrt werden musste. Naas befürchtet deshalb ab diesem Montag, wenn der Berufsverkehr wieder einsetzt, einen Verkehrsinfarkt für die gesamte Region rund um die Landeshauptstadt, der aufgrund der Sperrung der Bahnstrecke womöglich noch dramatischer sein könnte als zuletzt.

„Wir werden den hessischen Verkehrsminister hier nicht aus der Verantwortung entlassen“, kündigt Naas an. Zwar habe die Autobahn GmbH des Bundes das Projekt gerade erst übernommen, jedoch habe das Land massive Bauverzögerungen sowie den Zustand der Brücke zu verantworten. „Da wurde eine gefährliche Altlast übertragen. Erst waren Montageelemente fehlerhaft angebracht worden, dann gab es auch noch Unstimmigkeiten mit der Baufirma über die Abbrucharbeiten“, erinnert Naas. Oberstes Ziel müsse es nun sein, die Brücke so abzusichern, dass der Autobahnverkehr auf sowie der Straßen- und Schienenverkehr unterhalb der Brücke schnellstmöglich wieder fahren könne. „Wir erwarten, dass Tarek Al-Wazir die Bundesbehörde dabei unterstützt und alles daran setzt, dass die Sperrung schnellstmöglich wieder aufgeboben werden kann. Das Land darf den Bund die teilweise selbst geschlagenen Trümmer jetzt nicht alleine beseitigen lassen“, sagt Naas.

In der nächsten Sitzung des zuständigen Ausschusses erwartet Naas vom hessischen Verkehrsminister zudem Auskunft über das geplante Vorgehen sowie zu den Auswirkungen der Ereignisse vom Wochenende. So möchte er unter anderem in Erfahrung bringen, welche Auswirkungen die Landesregierung auf den Berufsverkehr erwartet und mit welchen Strecken sie Pendlern eine Alternative bieten will. Auch möchte er wissen, inwiefern die jetzt aufgetretenen Schäden den weiteren Planungsverlauf des Abrisses und Neubaus der Salzbachtalbrücke beeinflussen werden.

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