Steinbach – Das Steinbachs neues Gewerbegebiet etwas zu bieten hat, davon konnte sich jetzt auch Volker Wissing, Generalsekretär der Freien Demokraten, überzeugen. Auf Einladung des Steinbacher Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Naas besuchte dieser mit einer Delegation der lokalen FDP die Firmen Panacol und Löwenstein. Gemeinsam mit Katja Adler, der Bundestagskandidatin der FDP Hochtaunus und FDP Vorsitzenden in Oberursel, Steinbachs 1. Stadtrat und FDP Vorsitzenden Lars Knobloch und dem Bad Homburger FDP Vorsitzenden Tim Hordorff haben Wissing und Naas zuerst bei Panacol über die Herstellung Spezialklebstoffen gesprochen.

„Mit Panacol haben wir einen »global Player« mitten in Steinbach. Der Umzug in das neue Gewerbegebiet ist zu gleich ein Bekenntnis zu unserer Stadt und Region und wir können sehr stolz sein, solch Unternehmen hier zu beheimaten“, führte Lars Knobloch in den Besuch ein. Geschäftsführer Florian Eulenhöfer berichtete anschließend über die Probleme bei der Suche von Mitarbeitern, lobte aber zu gleich die Gewerbe- und Wirtschaftspolitik in Steinbach in den vergangenen Jahren. Aber auch die Bürokratie stellt die Klebstoffexperten vor immer neue Aufgaben – oft auch unnötig, wie Eulenhöfer betont. „Die Bürokratie ist eins der größten Hemmnisse für Unternehmen in Deutschland und Europa. Das müssen wir ändern, denn der Staat sollte unsere Wirtschaft unterstützen, nicht aufhalten“, so Naas, der auch wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag ist.

Panacol hat sich als Spezialkebstoffhersteller auf die Produktion kleinerer Einheiten von Klebstoff spezialisiert, die dafür an besonderen Orten Anwendung finden. „Vom Smartphone bis zu medizinischen Produkten“, wird den Liberalen bei Ihrem Besuch erklärt. Volker Wissing, der auch Wirtschaftsminister in Rheinland-Pfalz war, zeigen Firmen wie Panacol, das die Wirtschaft auch weiterhin eine besondere Rolle in der Welt spielt, denn ohne deutsches Know-How und den Erfinderreichtum in unserem Land, wäre vieles in der ganzen Welt gar nicht erst möglich.

Von Panacol aus ging die Delegation um den liberalen Generalsekretär zu neu nach Steinbach gezogenen Firma Löwenstein Medical. Hier wartet bereits Thomas Reins auf die Freien Demokraten um über sein Unternehmen, grade auch im Hinblick auf die anhaltende Corona-Krise, zu berichten. Löwenstein ist als weltweit zweitgrößter Hersteller von Beatmungsgeräten in einer Führungsrolle in der Welt. „In den letzten Wochen, Monaten und auch Jahr ist uns allen das Beatmungsgerät in ein neues Bewusstsein gekommen. Hier wird geforscht und produziert um Leben zu retten und der Fortschritt hört auch hier nicht auf“, lobte Naas. „Mit Löwenstein Medical ist es uns gelungen, einen der Weltmarktführer im Bereich Beatmungsgeräte in unserer Heimstadt anzusiedeln. Die Entwicklung dieses inhabergeführten Unternehmen ist seit der Gründung eine außergewöhnliche und besondere Erfolgsgeschichte. Das sich so ein erfolgreiches Unternehmen für Steinbach als neuen Firmensitz entschieden hat, zeigt wie stark und attraktiv wir mittlerweile als Gewerbestandort sind “, freute sich Erster Stadtrat Lars Knobloch.

Wissing war besonders von den Produktionskapazitäten der Firma Löwenstein beeindruckt. Statt der 2500 Geräte, die Löwenstein normalerweise jährlich baut, waren es in der Krise bis zu 12 000. “Was kostet denn so ein Gerät, das mich zumindest überleben lässt?”, fragte daher Wissing. Zu haben seien die Apparate ab 12 000 Euro in der Grundversion bis hin zu 45 000 Euro in der “High-End-Ausführung”, erklärte ihm Reins.

Bereits im Januar 2020 hatte Löwenstein die ersten Informationen aus China bekommen und angefangen sich auf eine mögliche Corona-Pandemie vorzubereiten – mit Erfolg, viele andere haben zu diesem Zeitpunkt nicht mit einer Pandemie gerechnet. Dem stimmt auch Wissing zu: „ Es hat viel zu lange gedauert, bis man Corona ernst genommen hat. Daraus müssen wir lernen.“

Im Anschluss auf die beiden Termine hatte Wissing noch die Chance mit Knobloch und Naas über die Potentiale neuer Gewerbegebiete für auch kleinere Kommunen zu sprechen. „Das neue Gewerbegebiet in Steinbach ist ein Paradebeispiel für eine gute Ansiedlungspolitik“, stellte Wissing dabei abschließend fest.

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