Die Burgruine Münzenberg ist eines der bedeutendsten romanischen Kulturdenkmäler Deutschlands und ein
weithin sichtbares Wahrzeichen der Wetterau. Errichtet im 12. Jahrhundert in staufischer Zeit, beeindruckt die
Anlage bis heute durch ihre charakteristische Bauweise aus Sandstein-Buckelquadern und gebrochenem Basalt
sowie durch die reiche Bauplastik. Als Symbol mittelalterlicher Macht- und Landesgeschichte zieht sie jährlich
zahlreiche Besucherinnen und Besucher an und ist ein bedeutender Standortfaktor für den regionalen Kulturtourismus.
Bereits in der Kleinen Anfrage „Zustand der Burgruine Münzenberg“ (Drucksache 21/753) vom
26.06.2024 haben die Fragesteller auf den erheblichen Sanierungsbedarf hingewiesen. Die Antwort der
Landesregierung bestätigte einen hohen Handlungsbedarf insbesondere an Mauerkronen, Wehrgängen, der
Bauplastik sowie am romanischen Palas und am östlichen Bergfried. Als wesentliche Schadensursache wurde
eine frühere, ungeeignete Zementmörtel-Verfugung benannt, die Rissbildung, Feuchtigkeitseintrag und Frostschäden begünstigt.
Zwischen 2016 und 2019 wurden mit 369.000 Euro aus dem Kulturinvestitionsprogramm Maßnahmen an Wehrgängen,
Kapelle und dem östlichen Bergfried durchgeführt. Für das Jahr 2024 sind Bauunterhaltungsmaßnahmen in Höhe von 150.000 Euro vorgesehen. Angesichts der Vielzahl zu erhaltender
Liegenschaften der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen und der begrenzten Haushaltsmittel droht jedoch
eine weitere Verzögerung dringend notwendiger Arbeiten, die den fortschreitenden Substanzverlust
beschleunigen könnte. Vor diesem Hintergrund ist zu klären, wie die Landesregierung den dauerhaften Erhalt
der Burgruine Münzenberg sicherstellen will, welcher tatsächliche Finanzierungsbedarf besteht, welche Prioritäten gesetzt werden und welche zusätzlichen Förderquellen erschlossen werden können.
Weitere Informationen finden Sie Unter https://starweb.hessen.de/cache/DRS/21/5/02525.pdf
