• Freie Demokraten schreiben Brief an Bouffier
  • Sonntagsöffnung mindestens bis Jahresende verlängern
  • Einzelhandel muss sich gegen Online-Konkurrenz behaupten können

WIESBADEN – „Der hessische Einzelhandel braucht Unterstützung und Planungssicherheit“, fordert Dr. Stefan NAAS, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag. Die Freien Demokraten haben deshalb einen Brief an Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) geschrieben und ihn aufgefordert, hessischen Einzelhändlern mindestens bis Jahresende zu ermöglichen, ihre Geschäfte auch sonntags von 13 bis 18 Uhr zu öffnen. Im Zuge der Corona-Pandemie hat die Landesregierung per Verordnung Geschäften diese Möglichkeit eingeräumt, was nach aktuellem Stand bis Mitte August gilt.

„Diese Maßnahme begrüßen wir ausdrücklich. Denn schon vor der Corona-Pandemie wurde parteiübergreifend diskutiert, wie der Einzelhandel im Wettbewerb mit großen Online-Händlern gestärkt werden kann. Die Corona-Pandemie und damit einhergehende Beschränkungen des öffentlichen Lebens haben den Einzelhandel schwer getroffen, während gerade die großen Online-Händler Umsatzsteigerungen verzeichnen. Hier sollten wir dem Einzelhandel buchstäblich Türen öffnen, denn auch in Hessen bangen viele Einzelhändler um ihre Existenz“, erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher.

Nach Überzeugung der Freien Demokraten bietet die Öffnung an Sonntagen Betreibern von Geschäften die Möglichkeit, Kunden auf das Angebot aufmerksam zu machen und einen Teil des weggefallenen Umsatzes aufzuholen. „Das gilt vor allem für kleine, inhabergeführte Geschäfte, die Umsatzeinbußen gutmachen müssen und Einkaufserlebnisse bieten möchten. Gerade für sie ist es wichtig, möglichst schnell eine verlässliche Regelung für die kommenden Monate zu treffen“, sagt Naas.

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