Die aus dem Mittelmeerraum stammende Große Drüsenameise (Tapinoma magnum) befindet sich mittlerweile
auch in Hessen auf dem Vormarsch. Verbreitet wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit durch den Verkauf
südländischer Pflanzen, in deren Wurzelballen sie mittransportiert wird. Wird sie nicht früh genug erkannt,
bildet sie Superkolonien mit einer Vielzahl Königinnen und bevölkert riesige Flächen. Im Gegensatz zu
heimischen Ameisenarten legt sie keine Winterruhe ein und ist trotz der südlichen Herkunft auch bei niedrigen
Temperaturen aktiv. Wo sie als Superkolonie auftritt, bereitet sie enorme Schädlingsbekämpfungs- sowie
Infrastrukturerhaltungskosten. Sie ist in der Lage, enorme Mengen an Splitt auszutragen, was zu stark abgesenkten
Pflasterflächen führt und dringt bis in die Dachetagen von Häusern vor.
Abgesehen von den wirtschaftlichen Schäden zieht ein solch massives Auftreten von Tapinoma magnum auch erhebliche Umweltrisiken nach
sich, da aufgrund fehlender Informationen zum richtigen Umgang mit dieser Art massive Biozidverwendung
im Privatbereich durchgeführt wird.
Weitere Informationen finden Sie unter https://starweb.hessen.de/cache/DRS/21/5/01465.pdf
