Initiativen, Kunst & Kultur

Aktueller Stand der Provenienzforschung

Die Provenienzforschung ist und bleibt ein Zukunftsthema und ist dementsprechend in den letzten Jahren zunehmend zu einem Schwerpunkt der Kulturpolitik geworden, auch länderübergreifend. Dabei steht insbesondere die Erforschung von NS-Raubgut und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten im Mittelpunkt. So wurde beispielsweise im August 2020 die sogenannte Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland gegründet. Seit einigen Jahren wird jedoch auch der Bereich der Kulturgutentziehungen in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR in den Blick genommen.

In der Antwort auf die Kleine Anfrage Drucks. 20/913 antwortete die Ministerin für Wissenschaft und Kunst, mit Blick auf Einrichtungen in privater oder kommunaler Trägerschaft würde derzeit geprüft „wie ermittelt werden kann, in welchem Umfang Kulturgüter und Objekte aus kolonialen Kontexten in hessischen Kulturgut bewahrenden Einrichtungen (museal und universitär) vorhanden sind.“ In der selben Anfrage wies die Minis- terin zudem darauf hin, dass im Rahmen einer Digitalen Strategie für den Mandanten Historisches Erbe Ziele und Handlungsfelder vereinbart werden, um die Digitalisierung der Sammlungsbestände zu unterstützen.

Im Haushalt 2021 stellte die Landesregierung dementsprechend zusätzlich 250.000 € für die Stärkung der Provenienzforschung bereit.

Hier finden Sie die Anfrage: KA_20:05117_Aktueller Stand der Provenienzforschung

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